Dienstag, 11. April 2017

Die Ostsee...

… ist zu jeder Jahreszeit schön, sagte uns fast jeder, dem wir erzählt hatten, dass wir im März für ein verlängertes Wochenende nach Stralsund und Rügen wollten. Es war auch ein schöner Kurzurlaub, aber damit ein Urlaub nicht schön ist, müsste auch viel im Argen liegen. Wir kämpften nur mit meist windigem und feucht-kaltem Wetter sowie in Binz mit einer Altersstruktur, in die wir nur bedingt hinein passten. Doch der Reihe nach:
Nach entspannten fünf Stunden Fahrt erreichten wir die knapp 60.000 Einwohner zählende Hansestadt Stralsund. Zwar war ich zu Kindheitstagen mit meinen Großeltern bereits auf Rügen und muss folglich unweigerlich durch Stralsund gekommen sein, aber wirklich angeschaut hatte ich mir die Stadt noch nicht. Doch es lohnt sich. Zusammen mit der Altstadt von Wismar gehört der historische Ortskern mit seinen zum Teil wirklich imposanten Backsteinbauten zum UNESCO Weltkulturerbe. Sowohl die die Altstadt umgebenden Teiche, als auch die engen Gassen oder der Hafenbereich laden zum Schlendern ein. Das hätte sehr entspannt sein können – wäre da nicht die kalte Brise gewesen, die uns die Hände in den Taschen vergraben und auch einen Schritt schneller laufen ließ. Sehr gelegen kam uns, dass es in unserem Hotel eine Infrarotkabine gab, in der wir die durchgefrorenden Gliedmaßen am Ende des Tages wieder aufwärmen konnten.
Die Nikolaikirche und das während unseres Besuchs eingerüstete
Rathaus am Alten Markt.
Das mittlerweile als Museum fungierende, ehemalige Segel-
schulschiff Gorch Fock I im Stralsunder Hafen.
Auch wenn wir keine der großen Kirchen in Stralsund
offen vorfanden, so bot der Eingangsbereich bei
diesem Hagelschauer zumindest ein bisschen Schutz.
Zwischendurch sahen wir
sogar blauen Himmel.
Ein kleiner Wanderrucksack
für Wochenendtouren. ^^

Blick über den Knieperteich zur Altstadt Stralsunds.
Unseren zweiten Tag verbrachten wir großteils im zum deutschen Meeresmuseum gehörenden Ozeaneum. Es gibt verschiedene Dauerausstellungen, bei denen sowohl Erklärungstexte als auch Exponate reichlich vorhanden sind. Wie in solchen großen Museen leider häufig, hat man irgendwann eine Grenze bei seiner eigenen Aufnahmekapazität erreicht. Dann kann man aber auch erst mal eine Pause machen, im angeschlossenen Café etwas Kleines essen und anschließend den Rundgang fortsetzen. Ich will heute einfach mal ein paar Bilder für sich sprechen lassen.
Über dem Eingang schweben riesige Walskelette.
Einige Lebewesen wurden konserviert ausgestellt.
Es gab viele thematisch abgestimmte Vitrinen.
Natürlich gab es auch diverse Aquarien mit lebenden Tieren.
Mitmachstation für die Kleinen. ^^
Was ist hier zu sehen? 18 Liter Sperma! So viel kann ein Riesen-
hai-Männchen nämlich mit einmal abgeben. Zwischen den Erlen-
meyerkolben auf der mittleren Ebene befindet sich ein spärlich
befülltes Reagenzglas, welche die 5-6 Milliliter Samenflüssigkeit eines
Menschen darstellen sollen. Zur Fortpflanzung reicht das auch.
Im letzten Teil der Dauerausstellung kann man 1:1 Modelle der
Riesen der Meere bewundern. In einem etwa 20 Meter hohen Raum
tummeln sich Blau- und Buckelwal sowie Orca, Mantarochen und
Mondfisch. Zudem wird ein Kampf zwischen einem Pottwal
und einem Riesenkalmar dargestellt.
Von unserer Zeit auf Rügen werde ich in einem separaten Blog-Eintrag berichten, den ich im Idealfall diese Woche noch verfasse.

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