Donnerstag, 15. August 2013

41°C, viel Schweiß und Glücksgefühle...

... gehörten für mich zur Europameisterschaft im Bankdrücken, die vom achten bis zehnten August in Senec, Slowakei stattfand. Gemeinsam mit meinen Eltern und meinem Trainer fuhren wir am Donnerstag in einem glücklicher Weise klimatisierten Auto bei besagten 41°C Höchsttemperatur gen Südosten. Vor einem Jahr fand die EM Bankdrücken in Terni, Italien bei ähnlichen Temperaturen statt. Ich habe immer gesagt, schlimmer als da kann es mit den Temperaturen nicht werden. In Zukunft werde ich mit solchen Aussagen vorsichtiger sein. ^^
Ein Vorteil von 32°C abends um neun war, dass man problemlos noch im lauwarmen Wasser des Sees hinter dem Hotel schwimmen gehen konnte. Es hatte einen gewissen Charme, auf dem Rücken treibend im Wasser zu liegen ohne zu frieren und am Himmel die funkelnden Sterne zu beobachten. Der Reiz verflog nur leider sehr schnell, als ich nachts um eins noch immer wach im Bett des unklimatisierten Hotelzimmers zu schlafen versuchte, um fit für den Wettkampf am nächsten Tag zu werden. Ich behaupte die Nacht jedoch mehr gedöst, als geschlafen zu haben, was nicht nur an den Temperaturen, sondern auch an bis etwa zwei Uhr feiernd-grölenden Menschen und einem gegen sechs unter dem Fenster rangierenden Müllauto lag. Das Einzige was tröstete war, dass alle WettkämpferInnen mit den selben Bedingungen klarkommen mussten.
Laut Meldeliste stand ich auf Platz sechs in meiner Gewichtsklasse bis 72 kg, doch die Meldeliste zeigte auch, dass alle Wettkämpferinnen zwischen dem dritten und sechsten Platz mit ihrer Leistung sehr eng beieinander lagen. Es versprach demnach ein spannender Wettkampf zu werden, bei dem es auf die Tagesform und Nerven jeder Einzelnen ankam. Am Ende konnte ich mich an diesem Tag durchsetzen. Mit 130 kg verbesserte ich meinen persönlichen Rekord gleich um 10 kg und konnte mir damit den Bronzerang sichern. Ab dem Zeitpunkt lief ich mit Dauergrinsen durch die Gegend.
Bronze ist mein!

Danke an meine Unterstützer!
Auch die Schwäne wussten das erfrischende Nass des Sees zu schätzen.

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