Dienstag, 2. Oktober 2012

Lofoten Tag 0 und 1...

... werde ich heute berichten. Alles auf einmal wird zu viel. :)
Am Mittwoch gegen 17 Uhr sammelten sich 45 reiselustige Austauschstudis und vier norwegische Organisatoren, um gemeinsam gen Lofoten zu fahren. Rund 1.100 km lagen vor uns - bei norwegischen Straßenverhältnissen und Geschwindigkeitsbegrenzungen kann das dauern... Deshalb fuhren wir durch die Nacht. Quetschschlafen im Bus ist immer wieder super erholsam... Trotzdem war ich Donnerstag 7 Uhr hellwach, als es in Bognes auf die Fähre ging. Der Sonnenaufgang versprach eine super Zeit nördlich des Polarkreises.








Auf den Lofoten angekommen fuhren wir die Küstenstraße entlang gen Süden. Es war eine Zeit des Kampfes - mein Körper wollte Schlaf, mein Geist sagte mir, dass ich diese geniale Landschaft anschauen müsse. Die folgenden Fotos sind alle durch das Busfenster aufgenommen.


In Svolvær stoppten wir für meinen Geschmack viel zu lange (fast 2 Stunden), um uns im lokalen Supermarkt mit Essen für die paar Tage einzudecken. Zu lange, sinnfreie Stopps waren während der gesamten Reise leider immer mal wieder anzutreffen. Das passiert wohl einfach, wenn man in so einer großen Reisegruppe unterwegs ist.
Anschließend ging es weiter gen Süden nach Borg, wo wir eine Führung durch das Vikingermuseum bekamen. Das Haupthaus, was Archäologen dort ausgebuddelt haben, war über 80 Meter lang und neun Meter breit. Natürlich gibt es mittlerweile einen Nachbau des Hauses und darin gab es dann auch Mittagessen für uns - super leckere Lammsuppe, die im großen Kessel über dem offenen Feuer vor sich hinköchelte. Wer mich kennt weiß, dass ich normalerweise nichts esse, was mal "mähhh" gemacht hat, aber die Suppe war wirklich lecker :)

Mit vollem Magen und dadurch noch schläfriger ging es am Nachmittag weiter gen Süden, bis in den Ort, wo die Straße schließlich endet: Å i Lofoten. Der Ort heißt nur Å, was soviel wie Fluss bedeutet. Da es in Norwegen noch ein paar mehr Å gibt, folgt im Namenszusatz die Spezifizierung, welcher Ort genau gemeint ist. Wir bezogen in Gruppen von zwei bis sieben Studis unsere Rorbuer - die roten Fischerhütten, die heutzutage um einiges komfortabler sind, als in den ersten Tagen, in denen sich 10 Fischer für drei Monate zwei Zimmer teilten. Zwar roch es immer leicht nach Fisch, aber da die Trockenfische, DAS Exportgut der Lofoten, nur bis Ende Mai, Anfang Juni wirklich zu tausenden draußen trocknen und um dieses Jahreszeit nur noch wenige Exemplare übrig sind, hielt sich der Fischgeruch sehr in Grenzen.








Nachdem alles ausgepackt war, unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang, um uns die Gegend anzuschauen und ließen den ersten Abend nach Sonnenuntergang bei ein paar Gruppenaktivitäten ausklingen. 



Ach und vielen Dank für die Karte aus Wales. So langsam ist meine Wand hier hübsch dekoriert. :)

2 Kommentare:

  1. Mit dem Wetter hattest du bis jetzt im Wesentlichen ja Glück. Zumindest ein bisschen davon sei dir auch zu wünschen bei deinen noch folgenden Prüfungen!

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