Sonntag, 7. Oktober 2012

Einen sonnigen Spätherbst...

... konnten wir in Trondheim die letzten Tage genießen. Gestern Abend und heute früh hat es geregnet, aber ansonsten schien die Sonne und tauchte die bunten Blätter an den Bäumen in strahlendes Licht.
Das Pflege-/ Wohnheim.
Herbst auf dem Campus.










Montag bis Donnerstag schaute ich nur sehnsüchtig nach draußen, wenn ich eine Arbeitspause einlegte. Freitag Nachmittag entschlossen sich meine Zimmergenossin und zwei weitere Pflegeheimbewohner für einen kleinen Nachmittagsspaziergang. Irgendwie enden 'Spaziergänge' in Norwegen immer in einer mehrstündigen Wanderung. Seltsam. Wir starteten kurz nach eins und kamen zurück, als es schon dunkel war. Leider wird es hier jetzt immer eher dunkel und später hell.
Unser Spaziergang führte uns auf den 710 Meter hohen Vassfjellet im Süden von Trondheim. Dort gaben wir uns typisch norwegisch und bruzelten unser Essen auf einem Einweggrill, bevor wir uns auf den Rückweg machten.










Gestern früh klingelte mein Wecker bereits 6 Uhr - zeitiger, als wenn ich in die Uni muss. Warum? Vor zwei Wochen beim Training wurde ich mal wieder darauf angesprochen, dass ich augenscheinlich mit recht hohen Gewichten trainiere. Wir kamen ins Gespräch und ich erfuhr, dass am 06.10. in Skogn die mittelnorwegischen Meisterschaften im Kraftdreikampf (Styrkeløft) stattfinden sollten. Ob ich nicht Lust hätte mit zu machen. Klar! :) Von einer intensiven Wettkampfvorbereitung innerhalb von zwei Wochen, in denen ich auch noch fünf Tage auf den Lofoten war, kann man natürlich nicht sprechen, aber das hielt mich nicht davon ab, einen zufriedenstellenden Wettkampf abzuliefern. Es war auch einfach interessant, einen norwegischen Wettkampf zu erleben und außerdem die Powerliftingatmosphäre wieder zu spüren. Eine große Familie, in die man immer herzlich aufgenommen wird.

Zum Abschluss des heutigen Blogeintrags noch ein paar zufällige Fragen in ungeordneter Reihenfolge:
Warum nehme ich während längeren Auslandsaufenthalten unabhängig von Land und Aktivität (Highschool USA, AuPair Frankreich, Uni Norwegen) zu?
Warum brauchen so viele Leute Musikgedudel im Hintergrund statt in Ruhe zu arbeiten?
Warum stellen manche den dreckigen Teller direkt neben den Spülmaschinenbehälter statt hinein? Warum betrinken sich die Leute immer wieder absichtlich und liegen einem am nächsten Tag mit ihrem Hangover in den Ohren?

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