... suchten wir für eine Woche im September und fanden sie in Porto Petro, einem kleinen Fischerort rund eine Autostunde östlich von Palma auf Mallorca gelegen. Wir hatten uns eine Woche Pauschalurlaub gegönnt, um zu schlafen, zu essen, auszuruhen, zu baden, zu schlafen, ein bisschen zu spazieren und zu lesen und noch mehr auszuruhen. Unser Plan ging auf.
Porto Petro ist mit 500 Einwohnern ein recht kleiner Ort und beherbergt auch nicht Massen von Touristen, so dass man entspannt am Hafen und an der Küste entlangspazieren konnte. Der Ort liegt geschützt vom offenen Meer in einer Bucht mit mehreren kleinen Seitenbuchten - wie viele Orte dort in der Gegend. Die Hotelanlage war gemütlich und weitläufig. Auf dem Rasen standen tagsüber Liegen mit sonnenhungrigen Touristen und dazwischen liefen Hühner und hin und wieder eine Katze. Eine versuchte sich hin und wieder an eins der Hühner heranzupirschen und es zu erlegen, was aufgrund der Größenverhältnisse natürlich keine besonders gute Idee war und lediglich mit einem wütend gackernden, davonfliegenden Huhn endete.
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| Eingang zur Bucht von Porto Petro. |
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| Anpirschen bei der Jagd nach Hühnern. |
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| Stille am abendlichen Hotelpool. |
An sich ist die Küste Mallorcas eher rau und felsig, aber in den Buchten gibt es auch immer wieder kleine Strände, die zum Baden einladen. Wie gehofft schwammen auch verschiedene Fische im Wasser, die man beim Schnorcheln beobachten konnte. Allerdings schwammen leider nicht nur Fische im Wasser, sondern auch ganz viel Plastikmüll. Ich war richtig traurig. Wir sammelten jeden Tag vom Strand und im Wasser treibenden Müll, aber alles bekam man nicht weg und jeden Tag trieb die Strömung neuen Müll in die Bucht. Das Meiste waren Fetzen von Plastiktüten, die mitunter so klein waren (Teile von max. einem Zentimeter Länge), dass ich mit der bloßen Hand keine Chance hatte, diese aus dem Wasser zu fischen.
Als Kind sammelte ich am Meer Muscheln. Heute sind die Meer und Küsten dieser Welt voller Müll. Es ist so traurig! Jeder kann etwas dagegen tun! Vermeidet soweit möglich Plastik. Entsorgt den Müll ordentlich. Weist andere auf die Problematik hin und bückt euch auch mal nach Müll, der nicht von euch ist und entsorgt ihn an entsprechenden Orten.
Es ist erschreckend, wieviele die Problematik einfach ignorieren. Wir mussten an den einen Strand auf den Surin Inseln in Thailand denken, an dem man kaum noch Sand unter dem ganzen Müll sah. Die meisten Touristen liefen unbewegt durch und ignorierten die Tatsachen einfach. Die Übernachtung erfolgte schließlich an einem schönen weißen Sandstrand ohne Müll. In der Bucht von Porto Petro spielten kleine Kinder an der Wasserkante, wurden von ihren Eltern mit Schwimmärmeln durchs Wasser gezogen und schluckten dabei bestimmt auch ein bisschen Wasser und damit das ein oder andere Plastikteil - genauso wie wir großen den Fisch essen, der zuvor die kleinen Plastikteilchen gefressen hat.
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| Badebucht mit unserer Hotelanlage. |
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Auf den ersten Blick sieht es ganz hübsch
aus, aber schaut man wirklich hin, sieht man
überall Plastikmüll. Wir haben jeden Tag Müll
gesammelt, aber jeden Tag kam neuer aus dem Meer. |
Ohne Auto oder Fahrräder war unser Bewegungsradius im Urlaub ein wenig eingeschränkt. Wir unternahmen zwei mittelgroße Ausflüge zu Fuß. Einen Tag liefen wir soweit möglich immer an der rauen Mittelmeerküste entlang nach Südwesten bis zum Naturschutzgebiet Parc natural de Mondragó. Der Weg führte uns auch an anderen Hotelanlagen, Feldern, Feigenbäumen und ein paar Buchten entlang. Im Naturschutzgebiet gibt es zwei große Strände, die wir natürlich auch ausprobierten, ehe wir zurück nach Porto Petro liefen.
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| Die Küste Mallorcas ist großteils rau. |
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| Tolle Panoramen beim Spaziergang entlang der Küste. |
Unser zweiter Ausflug führte und in den nächstgrößeren Ort nach Norden: Cala d'Or. Der Ort ist reichlich achtmal so groß wie Porto Petro und, wie wir fanden, sehr tourisitisch und hatte damit für uns wenig Charme. Wir steuerten die alte Militärfestung Es Forti am Eingang der Bucht nach Cala d'Or an, von wo man einen ganz hübschen Blick auf das Meer und die Bucht hatte.
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| Die Bucht von Cala d'Or. |
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| Einfach aufs Meer raus schauen (und mal kurz in die Kamera). |
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| Erholung vom Spaziergang. |
So verging die Woche Erholungsurlaub auch wie im Fluge und mit vollen Bäuchen und ausgeschlafen traten wir Mitte September die Rückreise nach Deutschland an.
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| Mallorcinische Landschaft aus dem Busfenster gesehen. |
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