habe ich schlechte Laune. Daran ändert sich auch in Norwegen nichts. Zwar ist mein Bauch mittlerweile gut gefüllt aber Groll auf das Pflegeheim habe ich dennoch immer noch. Eine Küche für über 30 Leute. Nur ein funktionierender Herd in der Küche. Kein Wunder, dass das Ding irgendwann nicht mehr will, wenn sich alle nacheinander etwas Warmes zu essen machen wollen. Aber warum muss es ausgerechnet dann aussetzen, wenn ich meine Pfanne draufstelle?? Und während ich darauf warte, dass dieser blöde Herd endlich wieder anfängt zu arbeiten, wandern meine Gedanken zu einer mail, die heute früh rein kam und den Betreff "Noise, littering and blocked parking spaces" trug. Mein Verständnis dafür hielt sich in Grenzen. Statt undifferenziert jeden zu beschuldigen sollten sie vielleicht einfach mal dafür sorgen, dass wir eine funktionierende Küche haben. Mir ist klar, dass das eine mit dem anderen nicht wirklich zusammenhängt, aber wenn ich hungrig bin und dadurch schlechte Laune habe lasse ich mich noch unlieber ungerechtfertigt beschuldigen, als wenn ich gute Laune habe. Bin derzeit auch noch am überlegen, ob ich dem Herren, der die mail gesendet hat, nachher ebenfalls noch ein paar freundliche Worte schreibe... Oder ich mampfe einfach ein wenig Schokolade, um meine Stimmung zu heben. Jedoch keine Rocher-Kugeln. Für eine Packung wollten sie im Supermarkt ca. 10€. Ich ließ die Packung dankend im Regal stehen. Dafür habe ich heute mal eine kleine Packung Fiskepudding gekauft, da ich ja gestern schon davon geschrieben hatte. Als der blöde Herd endlich wieder funktionierte, machte ich mir drei Scheiben davon zum Abendbrot. Fazit: genießbarer als Brunost, aber auch nicht so, dass ich es unbedingt wieder kaufen muss. Fiskepudding erinnert mich ein wenig an Leberkäse (auch was die Konsistenz angeht), nur ist eben ohne Fleisch aber mit Fisch, von dem man meiner Meinung nach nichts schmeckt. Die Packung wird alle...
Schreiben wir mal was zur Uni, oder? Da mein Stundenplan für Montag keine Präsenzveranstaltungen in der Uni vorsieht, sollten heute meine ersten Vorlesungen stattfinden. Da ich von vielen gestern gehört hatte, dass deren Veranstaltungen in der ersten Woche nicht stattfinden, habe ich gestern Nacht (nach dem Feueralarm) noch im Internet nachgeschaut. Es gibt an der NTNU eine Plattform, über die von Kursinfos, über Skipte, Uni-mail und Bibo alles geregelt wird. Jedenfalls fand ich darin auch, dass meine erste Veranstaltung am Morgen erst nächste Woche beginnt. Gut, dass ich ins Netz geschaut hatte, denn so konnte ich länger schlafen. Die Veranstaltung 12:15 Uhr sollte jedoch geplant stattfinden. Der Hörsaal war auch voll und sogar der Prof war da. Nur die Technik wollte nicht. Zunächst fragte der Prof um Hilfe in die Runde, dann rief er die Techniker der Uni an. Die tauchten nach gut 20 Minuten auch immerhin schon auf, versuchten sich erfolglos 15 Minuten daran die ppt-Präsi und das Mikro in Gang zu bekommen (die legten auch ein Engagement an den Tag... - Wahnsinn!) und als dann immer noch nichts ging fing der Prof nicht etwa ohne technische Hilfsmittel an - nein - er verabschiedete uns bis zur nächsten Woche. Sehr sinnvolle Anwesenheit... Im Anschluss an die nicht stattgefundene Vorlesung suchte ich den Buchladen, in dem es das Kompendium zur Veranstaltung geben sollte. Ich war ja mal gespannt, wie der Preis dafür in Norwegen sein sollte, aber für einen vom Prof zusammengestellten, lediglich in Pappkarton gebundenen Reader 402NOK zu verlangen fand ich dann doch seeehr happig. Mal schauen, ob man an das Ding irgendwie von Studis vom letzten Jahr rankommt. Für 55€ bekomme ich sonst schon richtig gute Fachbücher mit Hardcoverbindung und allem PiPaPo.
Das vielleicht sinnvollste am heutigen Tag war das Training, was ich anschließend absolvierte, wenngleich ich mich nicht völlig verausgabte, sondern erst mal die Trainingsstätte am Gløshaugen Campus testete. Dragvoll am Sonntag hat mir vom Ambiente und allem mehr zugesagt. Am Donnerstag will ich noch den Trainingsraum in der Stadt ausprobieren und dann entscheiden, wo in Zukunft geschwitzt wird. Alle drei Einrichtungen sind vom Pflegeheim etwa gleich weit weg. Bereits nach leichten Kniebeugen am Sonntag und auch nach dem Kreuzheben heute musste ich feststellen, dass die Hügel des Fjordes nach dem Training nicht unbedingt leichter zu erklimmen sind...
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