| Nidaros Kathedrale |
Außerdem bin ich auf zwei meiner Mitstreiter für den geplanten Wochenendausflug gestoßen, so dass wir uns gut über das Thema Cabin Trip unterhalten konnten. Um die Erklärung kurz zu halten: Die Uni hat 24 Hütten irgendwo draußen in der Wildnis. Diese können gemietet werden. Dann wandert man dort hin und genießt die Ruhe. So die romantisch nordisch wilde Idee dahinter ;) Ein paar mehr Infos (sogar auf Deutsch!) findet ihr bei Interesse unter http://org.ntnu.no/koiene/tysk.php Da die Cabins wohl ziemlich begehrt sind (eine Übernachtung kostet für Mitglieder im Sportclub auch nur 30NOK, d.h. 4€!) wird einer aus unserer derzeit fünfköpfigen Gruppe aus Deutschen und Franzosen Mittwoch früh gegen halb 8 vor der Anmeldung, die 8 Uhr beginnt, stehen und versuchen die Hütte zu ergattern. Drückt uns die Daumen! Und wenn ihr schon mal dabei seid: Drückt doch auch die Daumen, dass die Wettervorhersage bezüglich Regen und so dann nicht stimmt. Es muss ja keine Sonne auf uns herniederbruzeln, aber 7h wandern im Regen könnte unlustig werden...
Was wollte ich noch schreiben? Ach ja, ich hatte weitere Infos zum Brunost versprochen. Zu was? Zu Brunost. Dem braunen Käse. Eine der norwegischen Spezialitäten und meines Erachtens definitiv nicht zu empfehlen! Ich hatte bereits letzte Woche das Vergnügen eine kostenfreie Waffel mit braunem Käse (wer mag gern auch noch Marmelade dazu...) genießen zu dürfen. Schmeckt vielleicht am ehesten ein bisschen wie überlagerter Käse. Die Konsistenz erinnert, wenn er sich der Zimmertemperatur annähert, ein wenig an Knete. Zumindest konnte ich aus dem Rest, der nach dem ersten Bissen geblieben war, super eine Kugel formen und diese elegant in den Mülleimer werfen. ^^ Jedenfalls habe ich den Brunost jetzt mal probiert und das ohne mir selbst eine rießige Packung im Supermarkt kaufen zu müssen. Was noch auf meiner Norwegenessensprobierliste steht ist Fiskepudding. Hat mit Pudding wohl nicht wirklich was zu tun. Ist irgendwie aus Fisch gemacht und kann zum Beispiel in der Pfanne gebraten werden. I will let you know as soon as I will have tried it.
Da wir gerade beim Essen waren hier noch eine Geschichte dazu: Bekannter Maßen bin ich hier auf gut 63° nördlicher Breite. Es ist etwas kühler, als in Mitteleuropa. Deswegen findet man hier im August an den entsprechenden Bäumen oder Büschen auch durchaus noch reife Kirschen, Johannisbeeren oder Himbeeren. Alles sehr leckere Dinge und bei den hiesigen Obstpreisen sollte man meinen, dass diese Früchte, sofern man sie im eigenen Garten hat, genussvoll verspeist werden. Nur scheint mir dies nicht der Fall zu sein! Kirschbäume habe ich noch nicht allzu viele gesehen, aber die Kirschen von dem Einen, an dem ich heute vorbeikam und dessen Äste ziemlich tief über die Straße hingen, waren zwar sauer, aber auch super lecker. Ebenso die Johannisbeeren von dem einen Busch auf dem Weg zur Uni, der zufälliger Weise direkt an der Straße steht. ^^ Blöd nur, dass die meisten Büsche einige Meter vom Straßenrand entfernt mitten im kurz gemähten Rasen der Grundstücksbesitzer gepflanzt sind. Dort glänzen die Beeren reif im Sonnenschein und stellen meine Selbstregulationskapazität jedes mal aufs Neue auf die Probe.
Apropos Selbstregulationskapazität: jetzt heißt es noch ein bisschen Arbeiten. Zum einen für den Hiwijob in Deutschland (irgendwie muss man sich das Essen, wenn es mal nicht 'for free' ist dann doch kaufen) und dann will für die deutsche Uni auch noch eine Hausarbeit geschrieben werden und morgen habe ich dann auch wirklich meine ersten Vorlesungen hier in Norwegen - hach, das Leben kann schon hart sein ;)
Zum Abschluss noch zwei sehr typische Bilder - zum einen der Tisch in einem Pflegeheim und zum anderen ein typisches Bild aus Norwegen (Schnee und Skianzüge sind doch ohnehin nur Klischees!)
| Nahrungsmittel auf dem Tisch im Pflegeheim - oder wollte irgendwer etwas anderes zum Frühstück? |
| typisch norwegischer Sport mit typisch norwegischer Bekleidung bei typisch norwegischem Wetter |
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