... ist eine recht bekannte Kleinstadt im Herzen der der sächsischen Schweiz. Sie beheimatet unter anderem das Nationalparkzentrum, einen über hundert Jahre alten Personenaufzug, die zum Erholen einladende Toskana Therme und den Startpunkt der Kirnitzschtalbahn.
Vor ein paar Jahren waren wir bereits einmal in Bad Schandau, um in der Therme direkt an der Elbe zu entspannen. Diesmal war der Auslöser für unseren Besuch eine Schnitzeljagd, die wir geschenkt bekommen hatten, und die uns vom Bahnhof aus zu verschiedenen markanten Punkten der Stadt führte. Laut Beschreibung, kann man die Schnitzeljagd wohl in zwei bis drei Stunden absolvieren - allderings ohne optionale Abstecher wie bspw. zur künstlichen Burgruine und ohne Fahrt mit der Kirnitzschtalbahn und wohl auch nur schnellen Schrittes ohne die kurzen Beine kleiner Kinder. Wir nahmen uns im Oktober zwei Tage Zeit für unsere Entdeckungen und fanden so am Wegesrand auch einige unerwartete, spannende Erlebnisse.
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Bei der Anfahrt in die sächsische Schweiz lag das Tal noch im Nebel und nur die Bergkuppen lugten aus dem Wolkenmeer hervor.
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Wie im Programm der Schnitzeljagd vorgesehen begannen wir unsere Erkundungstour am Bahnhof linkselbisch und setzten dann mit der Personenfähre zum alten Stadtkern über. Dort auf dem Fußweg fielen uns direkt die Pfoten auf, die alle paar Meter die Pflastersteine zierten. Wie wir etwas später lernten, markieren diese den Luchsweg. Das ist ein Rundweg, der ein ganzes Stück parallel der Elbe verläuft, am Rathaus vorbei zum Nationalparkzentrum, durch Teile der Altstadt und natürlich zum Personenaufzug, an dessen oberem Halt früher viele Jahre zwei Luchse in einem (sehr kleinen) Gehege lebten. Die Pfoten auf dem Weg sind für Kinder auf jeden Fall eine Willkommen Abwechslung und motivieren zum Weiterlaufen. Wer ist zuerst bei der nächsten Pfote?
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Blick von der Fähre.
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Mauer gegenüber vom Fähranleger.
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Vor dem Nationalparkzentrum wartet dann auch ein hölzerner Luchs zum Daraufsetzen und im Museum begegnet man einer ausgestopften Katze mit Pinselohren. Zwar besuchten wir das Nationalparkzentrum nicht im musealen Bereich, verbrachten aber mindestens zwei Stunden im Gartenbereich. Zufällig fand am Tag unseres Besuchs das alljährliche Apfelfest statt. Man konnte die Sorte eigener, mitgebrachter Äpfel bestimmen lassen; Bratäpfel herstellen; aus Körnern Mehl mahlen als Basis für einen Apfel-Quark-Teig aus dem wir lustige Gebäcke formten und die dann im Lehmofen im Garten des Nationalparzentrums gebacken wurden. Des Weiteren war es möglich mit einer Handpresse Apfelsaft herzustellen, kleine Apfelbäume zu kaufen, zu filzen und natürlich allgemein verschiedenes über der Deutschen liebstes Obst zu erfahren. Das Apfelfest wird vom Nationalparzentrum ausgerichtet und die meisten Angebote waren kostenfrei. Eine sehr schöne Aktion!
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Auf dem Apfelfest im Garten des Nationalparkzentrums.
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Hallo Luchs.
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Frisch gestärkt mit allerlei Apfelleckerein stapften wir einige Treppen hinauf und durch den bunten Herbstwald zu einer (künstlichen) Burgruine und anschließend den gleichen Weg wieder zurück in die Stadt. Waldbaden erfrischt die Gemüter.
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Rauf, rauf, rauf - immer schön die Treppe rauf.
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Details am Wegesrand.
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Am Ziel angekommen.
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Blick ins Elbtal von den Zinnen der Burgruine.
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Auf dem Rückweg.
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Zurück in der Stadt liefen wir pünktlich zur Kaffeetrinkenzeit an einer Eisdiele vorbei. Wie praktisch. Nach einer Pause dort lösten wir noch zwei Rätsel am Sendigbrunnen auf dem Marktplatz und an der St. Johannis Kirche, ehe wir das Ablegen eines Raddampfers der Weißen Flotte an der Elbe beobachteten und beschlossen die Schnitzeljagd für diesen Tag zu beenden.
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Marktplatz mit Brunnen und Kirch im Hintergrund. Rechts das Hotel Elbresidenz.
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Herbstlich geschmücktes Inneres der Kirche.
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Ablegen und Drehen des Raddampfers Kurort Rathen.
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Unseren zweiten Tag in Bad Schandau begannen wir mit einem Spaziergang flussaufwärts entlang der Elbe vorbei an der Toskana Therme und einem Spielplatz bis zur Mündung der Kirnitzsch in die Elbe. Dort nutzten wir den Wasserzugang, um ein Blätter ins Wasser zu schmeißen, mit Zweigen im Fluss zu matschen und dabei stets Gefahr zu laufen die Schuhe komplett zu fluten. Beieindruckend fand ich an dieser Stelle den Blick auf ein Haus mit einer Hochwassermarkierung von 2002. Ich finde es im Grunde unmöglich mir vorzustellen, dass dieser idyllische Ort vor gut zwanzig Jahren (Das ist schon wieder echt lange her!) von zehn Metern reißendem Flusswasser überrollt wurde.
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Blick flussaufwärts von der Mündung der 45km Kirnitzsch in die Elbe.
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Blick auf die Elbe.
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Das Bindehaus (früher wurden an der Mündung der zwei Flüsse die getrifteten Hölzer zu großen Flößen zusammenge bunden) mit Hochwassermarkierung von 2002 am oberen Rand des mittleren Fensters.
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Von der Kirnitzschmündung ist es nur ein Katzensprung bis zum elektrischen Personenaufzug an der durch Bad Schandau führenden B172. Für mich persönlich ist dieser 1904 errichtete Personenaufzug das Wahrzeichen von Bad Schandau. Er ist einfach ikonisch und mit seinem 62 Meter hohem Eisengerüst nicht zu übersehen. Die Hubhöhe des Fahrstuhls beträgt 50 Meter. Von oben hat man einen fantastischen Blick über Bad Schandau und das Elbtal.
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Personenaufzug im Herbstlaub.
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Blick von unten nach oben.
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Von der Aussichtsplattform schaut man gen Westen über Bad Schandau und erkennt gut den Lilienstein.
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Flussaufwärts nach Osten sind es keine sieben Kilo- meter Luftlinie mehr bis zur Tschechischen Grenze.
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Aussichtsplattform und Steg vom Wald aus gesehen.
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Zwischen unserer Fahrstuhlfahrt nach oben und wieder nach unten, schoben wir einen Waldspaziergang samt Picknick. Dabei entdeckten wir auch einige Pilze. Als Kind war ich mit meinen Eltern und Großeltern oft im Wald Pilzesammeln. Heute ist das Wissen, welche Pilze ich mitnehmen und essen kann und welche giftig sind verschüttet. Ich möchte dieses Wissen in den nächsten Jahren gern reaktivieren und im Herbst wieder Pilze sammeln gehen. Das macht Spaß und resultiert in einem leckeren Mittagessen.
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Ich war mir ziemlich sicher, dass dieser Pilz essbar ist. Ganz sicher um was für eine Sorte es sich handelt war ich mir allerdings nicht.
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So ist das obige Bild übrigens entstanden. ;)
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Die letzten Stationen unserer Schnitzeljagd führten uns in den von der Kirnitzsch durchflossenen Kurpark von Bad Schandau. Zumindest beendeten wir die Schnitzeljagd an der Endhaltestelle der Kirnitzschtalbahn. Mit dieser hätten wir noch zu den Wasserfällen und dem Wanderziel Kuhstall fahren können, allerdings war es bereits wieder fortgeschrittener Nachmittag und allein die Straßenbahnfahrt hätte insgesamt eine Stunde gedauert. So beschlossen wir stattdessen noch überschüssige Energie auf dem Spielplatz im Kurpark zu verbrennen und auf dem Rückweg zur Fähre die Energiereserven mit einer Kugel Eis aufzufüllen, bevor wir zurück nach Dresden fuhren.
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Kirnitzschtalbahn im Kurpark von Bad Schandau.
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