Mittwoch, 14. Oktober 2015

Rheinabwärts bis zum Neckar...

Brücke zwischen Mainz & Wiesbaden.
... ging unsere Reise weiter, nachdem unser Urlaub im oberen Mittelrheintal sich seinem Ende zu neigte. Im Grunde kann man, wenn man den Rhein entlang fahren will, immer der B9 folgen. Diese führte uns rheinaufwärts zunächst durch Mainz, wo wir zum Mittag einen kleinen Stopp einlegten. Nach einem kurzen Blick auf Wiesbaden in Hessen vom westlichen Rheinufer aus wollten wir das Römisch-Germanische Zentralmuseum besuchen. Unglücklicherweise war Montag und damit Museumsschließtag. Die freundliche Mitarbeiterin, die wir im Gebäude antrafen, bestätigte jedoch die Vermutung, dass zumindest die Ausstellung im Untergeschoss des Einkaufszentrums Römerpassage geöffnet habe.
Originalmauern aus dem 1. Jh. in Mainz.
Das Einkaufszentrum war fußläufig schnell zu erreichen und die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Ausstellung freuten sich über zwei junge Interessierte, denen sie die Geschichte des Isis und Mater Magna-Heiligtums näher bringen konnten. Der Grund dafür, dass in Mogontiacum (lateinischer Name von Mainz) im 1. Jh. ein Tempel zu Ehren einer Ägyptischen Gottheit errichtet wurde ist, dass die Wurzeln des heutigen Mainz auf ein römisches Militärlager zurückgeht. Es wurden 12.000 Soldaten aus allen Teilen des großen römischen Reiches nach Germanien an den Zusammenfluss von Rhein und Main geschickt. Diese Soldaten brachten alle ihre Religionen mit. Der ehrenamtliche Mitarbeiter, der uns alles erklärte war stolz betonen zu können, dass Mainz bereits bei seiner Entstehung so richtig 'multi-kulti' gewesen sei.
Im Süden von Mainz liegen viele Orte, die auf -heim enden. So fuhren wir vorbei an Bodenheim durch Oppenheim nach Dienheim. Ein schöner Ort für einen kleinen Spaziergang durch die Weinberge und ein Stück Apfelkuchen zum Kaffeetrinken mit Verwandten bevor die Reise vorbei an Alsheim und Mettenheim bis ans Westufer von Mannheim weiter bis nach Ludwigshafen ging.
Allee im Stadtparkt auf der Insel.
Mannheim und Ludwigshafen haben gemeinhin wahrscheinlich nicht den allerbesten Ruf und sind vor allem durch den Hauptsitz des weltweit größten Chemiekonzerns bekannt. Außerdem sind unlängst ein paar Freunde in die zweitgrößte Stadt Rheinland-Pfalz' gezogen und so war uns die Stadt einen Kurzbesuch wert. Hauptsächlich sahen wir die Gegend um die Parkinsel der Südlichen Innenstadt. Mit viel Grün, dem Rhein und einem freundlichen Blick auf Mannheim bei blauem Himmel und Sonnenschein hinterließ die Stadt dadurch bei uns einen angenehmen Eindruck.
Blick gen Osten nach Mannheim.
Moderne Häuser auf der Parkinsel.
Besucher und Besuchte in Ludwigshafen.
Als wir schließlich den Rhein überquerten, wechselten wir dann schließlich auch das Bundesland. In Baden-Württemberg wollten wir ebenso Freunde besuchen. Leider war uns das Wetter in Heidelberg diesmal nicht so hold. Nassgrau und regnerisch war es, als wir durch die Heidelberger Innenstadt schlenderten. Um die Stimmung ein wenig zu heben, war es also dringend von Nöten, sich einen leckeren Schneeballen zu organisieren.
Schneeballen sind ein Gebäck aus Mürbeteig, welches in Größe und Form einem Schneeball nahe kommt und klassisch in Puderzucker gewälzt auch optisch diesem sehr ähnelt. Rothenburg ob der Tauber in Bayern ist als ein Ursprungsort dieses Gebäcks wohl recht bekannt, aber da ich meinen ersten Schneeballen vor ein paar Jahren in Heidelberg gesehen und probiert hatte, verknüpfe ich die Schneeballen immer mit Heidelberg. Schmecken tun sie sicherlich überall.
Verregnete Hauptstraße in der Heidelberger Altstadt.
Ich habe den Schneeball nicht allein gegessen - aber ich hätte gekonnt. ^^

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