Mittwoch, 28. Mai 2014

Deutscher Rekord und Platz 4...

... waren die Ausbeute der Weltmeisterschaft im Bankdrücken in Rødby, Dänemark letzte Woche für mich. Als wir bei strahlendem Sonnenschein und 30°C am Mittwoch gen Norden fuhren, fühlte ich mich von den Temperaturen her stark an die EM vom letzten Sommer in der Slowakei erinnert. Der Seewind auf der Fähre ließ einen die Hitze jedoch ganz gut  vergessen. Die Aufregung blieb. Der letzte Tag vor einem Wettkampf ist meist der Schlimmste. Ich will dann meist nicht länger warten und am liebsten schon wettkämpfen - besonders, wenn ich andere Athleten bereits im Wettkampf sehe, wie es zur WM der Fall war.
Nach Bezug unseres Ferienhauses und Auskundschaftung der gesamten Anlage schauten wir uns noch die letzte Wettkampf-Gruppe des Tages an und vertaten die Zeit anschließend mehr oder minder angespannt am Strand und auf der Terasse unseres Ferienhauses. 

Der Abend kam, der Abend wurde zur Nacht. Die Nacht war unruhig und der Donnerstag Morgen zog sich in die Länge, doch dann endlich ging es zum Wettkampf. Mit 132,5 kg gelang mir eine neue persönliche Bestleistung, ein neuer deutscher Rekord und mit dem vierten Platz meine bisher beste Platzierung neben dem dritten Platz bei der EM letzten August.
Auf dem Weg zum Wettkampf.
Die Wettkampfhalle.
Ich in Aktion. ^^
Die sächsische Delegation nach dem Wettkampf.
Als die Anspannung nach dem Wettkampf abgefallen war, begann der entspannte Teil des Aufenthaltes: noch zwei Tage Urlaub mit Strand, Spaßbad und dem Anfeuern anderer Wettkämpfer. Zu einem der Höhepunkte gehörte sicherlich der neue Weltrekord bei den ganz schweren Jungs (über 120kg Körpergewicht), den ein Finne auf die magischen 400 kg schraubte. Da war richtig Stimmung in der Halle! Und auch mit anderen Wettkämpfern und Mitgereisten aller Nationalitäten kam man immer wieder leicht ins Gespräch und konnte viel Lachen.
Die Japaner - immer für einen Spaß zu haben.
Entlang der kühlen Ostsee.
Blick vom Strand auf die Ferienanlage mit Spaßbad.
Die zwei sächsischen Starterinnen mit dem
finnischen Weltrekordhalter am Abend.
Wie es Urlaube so an sich haben, verging die Zeit wie im Flug und Sonntag Morgen nahm uns die Fähre auch schon wieder mit nach Deutschland - begleitet von diversen Möwen, die auf Reste von Pommes oder Brötchen der Fährpassagiere hofften und nie weit entfernt vom Schiff waren.
Das abschließende, sehr einprägsame Erlebnis des Kurzaufenthaltes in Dänemark war ein Besuch im "Border Shop" auf deutscher Seite direkt nach dem Anlegen der Fähre. Der Border Shop ist ein auf dem Wasser gebautes 4 stöckiges Einkaufszentrum, in dem auf den ersten drei Etagen nur Alkohol verkauft wird. Ganz oben gab es dann auch noch Süßkram und ein paar andere Dinge. Es war ein Tollhaus! Der Parkplatz war rammelvoll. Sechzig Prozent der Kennzeichen wiesen auf Schweden, 39 auf Dänen - und dann waren wir da noch, aber wir passten so gar nicht dazu. Deutsche haben auch keinen Grund sich auf der ersten Etage mit Bier, auf der zweiten mit Wein oder auf der dritten mit sämtlichen anderen Alkoholika einzudecken, denn die Preise waren für Deutschland immer noch überteuert - für Dänen und Schweden aber verhältnismäßig günstig und so wurden die Einkaufswagen mit Wein, Bier und Schnaps übervoll beladen oder es wurde gleich eine Palette Bier mit dem Gabelstapler zum Anhänger des Autos gebracht. Ich kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.
Kurz vor der Kasse ist in den Einkaufswagen kaum noch Platz.
Ich möchte mich abschließend noch einmal bei allen bedanken, die mir die Daumen gedrückt haben - besonder auch bei meinen mitgereisten Eltern und Trainer. Es ist toll, wenn man sich als Athlet auf den Wettkampf konzentrieren kann, weil man weiß, dass ringsherum alles passt und Unterstützung da ist!
Sächsische Delegation zum Abschlussbankett.

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