Dienstag, 24. Dezember 2024

Ein Wichtel als Untermieter...

 ... lebte die letzten vier Wochen bei uns. Sein Name war Nisse und er wurde schnell zu einem guten Freund der Kinder, auch wenn diese ihn nie zu Gesicht bekamen. Aus Skandinavien ist in den letzten Jahren der Brauch auch nach Deutschland geschwappt, dass in der Vorweihnachtszeit besonders bei Familien mit kleinen Kindern irgendwo an der Wand eine Wichteltür auftaucht, hinter welcher ein Weihnachtswichtel wohnt. Dieser arbeitet nachts in der Wichtelwerkstatt des Weihnachtsmanns und schläft den Großteil des Tages. Jede Nacht schreibt er zudem einen Brief, in dem er von seiner Arbeit beim Weihnachtsmann erzählt, Basteltipps oder Backrezepte teilt oder von anderen Abenteuern berichtet. 

Unsere Wichteltür am 24. Dezember.

Sehen kann man den Wichtel leider nie, denn er ist ein Meister des Versteckens. Das muss er auch sein, denn wird ein Wichtel von einem Menschen gesehen, verliert er seine Zauberkraft. Diese Geschichte hat den Vorteil, dass die Kinder sich nicht wundern, warum sie den Wichtel nie zu Gesicht bekommen. In der Fantasie des Nachwuchses ist der Wichtel jedenfalls sehr real und wurde geliebt. Als Nisse mal krank war, bekam er von uns Taschentücher, Kamillentee und aufgeschnittenen Apfel - und das, obwohl er Nachts manchmal auch ganz schönen Schabernack trieb. So rodelte er bspw. auf Mehl durch die Wohnung oder hatte eines Morgens sämtliche Jackenärmel verknotet. Ach Nisse...! Wir werden dich vermissen und hoffen, du ziehst in der nächsten Weihnachtszeit wieder bei uns ein. :)

Zwei Tage vor dem ersten Dezember
hatte sich plötzlich eine Baustelle
mitten bei uns im Haus aufgetan.
Eines Nachts war unser Wichtel Nisse
auf "Drin-Schnee" Schlitten gefahren.
Auch erkältet war unser kleiner Mitbewohner mal.
Wir vesorgten ihn gut und schon bald ging es
ihm wieder besser.

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