... was bedeutet, dass die arbeitsfreie Zeit am besten auf, im oder unter Wasser verbracht werden sollte und so nutzte auch ich die Wochenenden um zu paddeln, schwimmen und abzutauchen. Chronologisch geschildert fange ich heute im Osten bei Wehlen in der sächsischen Schweiz an und berichte dann Geschichten über Erlebnisse entlang des Verlaufs der Elbe, eine geflutete Kiesgrube in Pirna, das klare Wasser des Kulkwitzer Sees und romantische Kanäle in Leipzig.
In der Stadt Wehlen gibt es ein familiengeführtes Unternehmen, welches unter anderem Schlauchboote für sechs bis zehn Personen verleiht, mit denen man dann entweder flussabwärts von Schmilka durch die sächsische Schweiz bis zum Firmensitz oder von dort über Pirna nach Dresden paddeln kann. Zusammen mit ein paar Freunden beschlossen wir trotz durchwachsener Wetterprognose die letztgenannte Strecke anzugehen. Nachmittags halb vier ließen wir das Boot zu Wasser. Sechs Stunden waren angegeben bis zum Blauen Wunder in Dresden. Trotzdem wir zu Beginn ohne designierte Steuerfrau erst einmal einige Zickzack-Runden einlegten und hin und wieder einen kleinen Umweg fuhren, um Müll aus dem Fluss zu sammeln (vor allem leere Flaschen, aber auch Fußbälle und alles mögliche andere Treibgut), schafften wir die Strecke bis zum Blauen Wunder in Dresden in reichlich drei Stunden. Entweder waren wir also extrem gut oder die meisten anderen sind extrem schlecht - oder irgendetwas mittendrin stimmt. Wir gönnten uns auch ein paar Pausen, in denen wir etwas Kleines aßen und tranken, blieben dabei aber im Boot auf dem Wasser und fuhren nicht zu einem richtigen Picknick ans Ufer und ganz besonders wichtig: wir waren alle nüchtern, was man von einigen Insassen anderer Paddelboote die wir unterwegs überholten nicht sagen konnte. Das Tolle ist, dass diese Tour sowohl für junge wie alte Freundesgruppen, für Familien oder sportlich ambitionierte Teams oder eben auch für besoffene Teilnehmer eines Junggesellenabschiedes funktioniert und Spaß macht. Wir können es bei einem Besuch bei uns gern einmal ausprobieren.
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Mit dem Paddelboot entlang der Ausläufer der
sächsischen Schweiz... |
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| ... bis nach Pillnitz und noch weiter flussabwärts. |
Ebenfalls im Juni fand nach unserem Probe-Paddeln das 25. Drachenboot-Festival in Dresden statt. Die Boote für diesen Tag waren schmaler gebaut und hatten mit 18 Plätzen plus Trommlerin ein größeres Fassungsvermögen als das Leihboot von oben. Der Spaß stand natürlich auch hier ganz vorn, aber der Ehrgeiz war ebenfalls da. Zum Einen winkten unvergesslicher Ruhm und Ehre (oder so ähnlich) und zum Zweiten gab es für die drei Erstplatzierten jeder Gruppenwertung verschieden große Eistorten und wir wussten schließlich noch vom Vorjahr, dass diese den Kampf wert waren.
Also brachte sich das Team mit Kriegsbemalung und Aufwärmübungen in Wettkampfstimmung. Richtig rund lief es aber trotzdem nicht, da das Wetter (wie anscheinend immer beim Paddeln) unbeständig war. Durch mehrere Gewitterschauer wurden die Starts leider immer weiter verschoben und dann auch noch ein paar Rennen zusammengestrichen, so dass nur ein Lauf für uns übrig blieb. Auch wenn wir den Sieg abgeben mussten, reichte es zu einer Eistorte, die zumindest wir zwei am Ende doch nicht vernaschten, da wir durch die ganzen Verzögerungen leider vor der Siegerehrung zu einem anderen Termin los mussten. Ein spaßiger Nachmittag war es trotzdem.
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| Noch ist es Spaß... |
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| ... doch kaum sind wir richtige Kämpfer... |
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| ... wird es ernst im Drachenbootrennen. |
Nach den Aktivitäten auf dem Wasser begaben wir uns im Juli dann endlich wieder einmal in das Wasser. In Dresden lebt es sich ganz angenehm, aber schöne Badeoptionen im Freien fehlen leider ein bisschen. Die kleinen Kiesgruben im Stadtgebiet sind nicht offiziell zum Baden gedacht und zudem hoffnungslos überfüllt. Also beschlossen wir an einem schönen Sommersonntag ein bisschen weiter in Richtung Pirna zur 70 Hektar großen Kiesgrube zwischen Birkwitz und Pratzschwitz direkt neben dem kleinen Flugplatz von Pirna zu fahren. Das Gelände ist groß genug, um vielen Sonnenanbeter und Wasserratten bequem Platz zu bieten. Es ist recht sauber und einen kleinen Kiosk mit Eis gibt es auch. Also alles ganz schick, um am Wochenende ein paar Stunden auszuspannen.
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| Sucht hier jemand etwas im Wasser? |
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| Gefunden: eine Meerjungfrau. |
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| Mit einer Monoflosse bekommt man guten Vortrieb im Wasser. |
Mag man das Wasser ein bisschen um beim Schnorcheln auch den ein oder anderen Fisch zu sehen, kann man ein schönes Wochenende in der Leipziger Seenlandschaft verbringen. Die Auswahl an Badegewässern ist zudem größer und wenn man weiß wo, ist es auch trotz Sommerwetter relativ ruhig. Nach den guten Erlebnissen vom letzten Jahr entschieden wir uns auch diesmal für das Südende des Kulkwitzer Sees.
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| Blick vom Südende des Kulkwitzer Sees nach Norden. |
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| Für deutsche Seen ist die Sicht im Kulkwitzer wirklich gut. |
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Und das passiert, wenn man sich nicht zwischen über und
unter Wasser entscheiden kann. |
Nach einem Tag entspannen bei gutem Wetter nutzten wir den zweiten Tag des Wochenendes für eine Paddeltour durch "Kleinvenedig" und wie bei den zwei Paddeltouren im Juni war das Wetter wieder unbeständig. Trotzdem genossen wir das Flair als wir über das Wasser des Karl-Heine-Kanals glitten. Ich kenne mich in Leipzig zwar allgemein nur rudimentär aus, aber die Paddeltour auf dem Wasser hat mir eine Seite von der Messestadt gezeigt, die ich noch gar nicht kannte - sehr ruhig und entspannt.
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| Wieder einmal in einem Paddelboot - diesmal in Leipzig. |
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| Leipzig als Kleinvenedig hat seine Reize. |
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| Als es regnete, suchten wir Zuflucht unter einer Brücke... |
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| ... wie dieser. |
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| Wir sahen viele Enten und ein paar niedliche Küken. |
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