Donnerstag, 16. Juli 2015

Viel zu selten...

... sieht man Freunde, die ein bisschen weiter weg wohnen und so beschlossen wir vor knapp zwei Wochen, als die Republik unter der Hitze irgendwo zwischen realen 35°C und gefühlten 45°C ächzte, wagemutig zu testen, ob die Klimaanlagen der Deutschen Bahn auf der Strecke zwischen Dresden und Braunschweig funktionieren, um eine Freundin plus Mann plus kleinen süßen Matz dort zu besuchen. Mit nur einer viertel Stunde Verspätung erreichten wir am Samstag Nachmittag die Löwenstadt und verließen sogleich den engeren Stadtkern, um uns im wohltemperierten Erdgeschoss einer Wohnung am Stadtrand zu erfrischen und den neun Monate jungen Star des Wochenendes zu bespaßen. Nach draußen zog es uns erst später wieder, als die Sonne nicht mehr ganz so erbarmungslos brannte. Zu viel mehr als einem kleinen Spaziergang in der Gegend inklusive dem Naschen diverser Kirschen von Bäumen am Wegesrand fühlten wir uns dennoch nicht im Stande. Dazu noch eine kleine Einheit auf dem Trampolin des Spielplatzes. Das war schweißtreibend genug.
Wir zwei haben uns prima verstanden.
Eine sehr faszinierende Raupe.
Sonnenuntergang überm Wohngebiet. In den späten Abend-
stunden wurde es jedoch kaum kühler.

Bei meinem mittlerweile dritten Besuch in Braunschweig wollte ich nun endlich auch mal ein bisschen was von der Innenstadt sehen und so fuhren wir Sonntag Vormittag ins Zentrum und schlenderten durch die meist menschenleeren Straßen. Da schien mir selbst in der Innenstadt von Chemnitz Sonntags mehr los zu sein. Wir sahen zwar viele Eisläden, aber die ersten drei davon waren geschlossen. Die nächsten zwei hatten geöffnet und so kamen wir doch noch zu unserer Abkühlung auf die Hand. 
Was lässt sich zur Stadt selbst schreiben? Keine berühmt, bekannten Bauten, die sofort faszinieren, aber auch nicht hässlich. Teilweise nur starker Zweckbau zwischen einigen netten Gebäuden und Fassaden. Ewig hielten wir uns in der Stadt dann aber nicht auf. Erstens war es nicht so übermäßig spannend, zweitens war es schon wieder warm und drittens wartete zu Hause ein kleiner Mann schon auf sein Mittagessen. Also fuhren wir zurück zur Wohnung und spielten lieber noch ein bisschen mit dem Kleinen und quatschten mit den Großen, ehe wir am Abend vor den von Westen herannahenden Gewittern wieder nach Dresden flüchteten. Leider sorgte ein umgestürzter Baum auf den Gleisen für reichlich Verspätung. Doch dafür konnte die Bahn ja nichts und auch die Rückerstattung eines Teils des Reisepreises lief am nächsten Tag sehr unproblematisch.
Die Oker umfließt die Innenstadt Braunschweigs.
Von uns abgesehen menschenleere Straßen am späten
Sonntag Vormittag.
Eine kleine Erfrischung in der Hitze am Springbrunnen.

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